Bildanalytischer Appetizer Nr. 4 Ring-Around, Paul Wallach 1999 Skulpturenpark Köln, Foto Werner Mikus Beschreibung will etwas festhalten Wenn wir beschreiben, wollen wir etwas festhalten. Etwas, das im Fluss des Geschehens unterzugehen droht, soll uns erhalten bleiben und wieder hervorholbar sein. Deshalb versuchen wir es in einer Beschreibung festzuhalten. Wenn uns dies gelungen ist, kann jeder, der es liest, es sich wieder zugänglich machen. Beschreiben durch Fixieren Wenn es um die Bewegung eines geworfenen Balles geht, ist das kein Problem: Wir beschreiben die Flugbahn einer Kugel als eine Kurve, die wir vielleicht durch die Höhe beim Abwurf und durch die Zeit beschreiben, welche sie braucht, bis sie auf den Boden aufschlägt. Eventuell beschreiben wir auch die sich im Flug verändernde Geschwindigkeit. Darüber hinaus können wir den Vorgang noch durch die Angabe eines kodifizierten Materials, durch die klassifizierte geometrische Form und durch die Größe des Durchmess...
Göttermacht als Wunschbild In der Entwicklung des Menschen hat wohl lange Zeit der Wunsch gestanden, mächtig wie ein Gott zu sein. Aber die Erfahrungen mit der Natur haben immer wieder daran erinnert, dass der Mensch diesem Wunschbild nicht gerecht werden kann. So ist es nachvollziehbar, dass er sich in einer Welt eingerichtet hat, die von einem Schöpfergott gleichsam für ihn angelegt worden ist, von einem Gott, dem es ganz besonders am Menschen gelegen ist. Als man sich in der Astronomie ein erstes Bild von den vielen Erscheinungen und Bewegungen am Himmel gemacht hatte, fand man in der Konstellation der Gestirne ein passendes Beweismittel hierfür. Der Mensch stand demnach im Mittelpunkt des Universums. Mit dem Aufkommen des Kopernikanischen Weltbildes änderte sich das. Es führte zum Untergang der über 1000 Jahre bestehenden Weltsicht, nach der die Erde sich in deren Mitte befindet, umhüllt von sich drehenden Schalen, auf denen ordentlich alle anderen Gestirne fixiert si...
Ein tief bewegendes "Gespräch" mit „Claude“ - einem KI-App von Anthropic Thema: Märchen, gelebte Narrative, Emotionen und Philosophisches Werner Mikus: Hallo Claude, wir hatten vorhin ein Gespräch, in dem die Frage aufkam, in welcher Tiefe Du Märchen analysieren und auf Kontexte im Leben ganz normaler Menschen übertragen kannst. Ich habe mir einen Fall ausgedacht, der sich über ein bestimmtes Märchen gut verstehen lässt. Du sollst die Möglichkeit haben so ein passendes Märchen für den Zusammenhang zu finden und es anzuwenden. Hier erstmal der Zusammenhang selbst: "Es kann sein, dass ein Mann als Angestellter sich nicht traut in seiner betrieblichen Arbeit aus der Deckung zu gehen mit seinen Entscheidungen, also nie etwas wagt, was nicht die vermeintlich absolute Deckung durch den Chef hat. Er wird deshalb von der Geschäftsleitung in seiner möglicherweise vorhandenen Führungsfähigkeit nie erkannt werden. Er muss es aber ertragen, dass ihm seine Arbeit i...
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