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Trump-Theater und Europawahl

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Das amerikanische System zeigt sich gerade von seiner Schwachstelle. Das System gibt dem skrupellosen Politiker einen Vorteil, sich gegen alle Institutionen durchzusetzen, vorausgesetzt, dass derjenige dabei nur entschieden genug vorgeht. Und es hilft nichts dagegen. Es ist ein Experiment der Geschichte Amerikas, das wir hier gerade beobachten können. Trump zieht es durch und die Medien, die zuständigen Institutionen sowie die als Wähler missbrauchten Bürger tragen ihren Teil auf eine geradezu hilflose Weise mit dazu bei, gewollt oder auch ganz ungewollt aber darum nicht weniger unwirksam. Das Staatenwesen USA braucht einen Umbruch, und zwar einen, der sich am Ende in einer Veränderung seiner Verfassung zeigen wird und in diesem Sinne einen großen Mut verlangt. Das alleinige Abwenden eines Trump-Schadens an dem System Amerika würde nicht genügen. Ein solcher Schaden muss wie man es von einem Wasserschaden her kennt als ein Schaden von nachhaltiger Art verstanden werden. Von ihm aus ges

Entwicklungswünsche an die Wissenschaft

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  Wissenschaft und Kirche – eine Vermittlung zwischen Mensch und Welt Die Wissenschaft von heute, die sich aktuell den neuesten Herausforderungen z.B. einer Quantenphysik und einer Psychoanalyse (um nur zwei Beispiele zu nennen) stellen muss, ist mit den Jahren ihres Aufblühens nach der Aufklärung mehr und mehr in eine unglückliche Rolle hineingeraten. Der Mensch hatte sich zuvor mit Hilfe der Kirche über Jahrhunderte hinweg in einer Unmündigkeit der Natur gegenüber eingerichtet, worüber er sich durch das plötzliche Hereinbrechen eines aufklärerischen Gedankenguts dann auch mächtig erschrecken konnte. Die Wissenschaft hatte nun die Aufgabe einer Vermittlung zwischen dem Menschen und der Welt übernommen, eine Aufgabe, die bis dahin die Institution der Kirche innehatte. Der Mensch dieser neuen Zeit ist mit Gewinn aus diesem Umbruch hervorgegangen, weil er in den folgenden zwei Jahrhunderten einen riesigen Schritt auf ein neues Verhältnis zur Natur hin machen konnte - mit einem ungeheur

Die Potenzialität und Endlichkeit erlebbarer Zusammenhänge

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  Erlebbare Zusammenhänge und ihre Dynamik Die Wortverbindung „erlebbare Zusammenhänge“ lenkt unsere Aufmerksamkeit darauf, dass wir es im Seelischen immer mit Zusammenhängen zu tun haben, die ebenso ein reales wie auch ein nicht reales Dasein haben. Geschichten, die sich zur Einschätzung einer Entwicklung als noch nicht gelebte aber mögliche Ordnungen anbieten, sind real wirksam, weil sie Einfluss nehmen auf die am Ende tatsächlich stattfindende Geschichte und Entwicklung. So ist die Möglichkeit einer sich revanchierenden Zuwendung z.B. durchaus hilfreich für das Gelingen einer aktuellen Bittstellung etwa. Die potenziellen Geschichten stehen denen, die sich schlussendlich manifestieren, aber immer nur wie etwas Potenzielles gegenüber (oder wie etwas „Virtuelles“ nach einem Begriff aus der Quantenphysik). Entwicklung in zwei Richtungen Die erlebbaren Zusammenhänge organisieren sich in Entwicklungsprozessen, die ihre Potenzialität in zwei grundverschiedenen Formationen inhaltlich zur Wi

Grundlagen bildanalytischen Denkens

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Verstehen und Verfügbarkeit Ein Verstehen stellt sich entweder in den Dienst des Verfügens oder die Verfügbarkeit stellt sich umgekehrt in den Dienst des Verstehens. Konkret heißt das: (a) Verstehen in der Dienstfunktion:  Von einem ersten Verstehen der Zusammenhänge aus legen wir die Richtung unserer Beschreibung fest (oder die in bestimmten Wissenschaftsbereichen so genannten Messparameter). (b) Verfügbarkeit in der Dienstfunktion:  Eine Auffälligkeit (in bestimmten Wissenschaftsbereichen sich statistisch anzeigend) wird dazu herangezogen, ein noch nicht vorhandenes Verstehen herzustellen. Ziel unserer Beschreibung kann das eine Mal das Verstehen sein, das andere Mal kann das Ziel aber auch ein besseres Verfügen-Können über die Dinge sein. Wie verhält es sich dabei mit dem Abzählbaren und dem Formalisierenden? Beides dient eher dem Verfügen und weniger dem Verstehen und passt damit eher zu einer modellgenauen statt zu einer bildgenauen Beschreibungsweise. Eine Beschreibung, die auf e