Bildanalytik in vier Schritten
Vorüberlegungen Ich habe mich entschieden, eine Wissenschaft der erlebbaren Zusammenhänge zu entwickeln. Das ist ein ungewöhnlicher Schritt, und vielleicht fragt man sich, warum ich ihn gehe. Aus dem gängigen Bild der Wissenschaften lässt sich diese Entscheidung nicht ableiten: Dort gilt das Erlebbare als ein Bereich unter vielen, der mit denselben Methoden bearbeitet werden soll wie jeder andere Gegenstand auch. Um meine Entscheidung verständlich zu machen, musste ich mir daher ein eigenes Bild davon machen, was Wissenschaft überhaupt ist — nicht, wie ich sie mir wünsche, sondern wie sie sich tatsächlich zeigt. Und dabei wurde sichtbar, dass es drei Perspektiven gibt, die nicht bereichsgebunden sind, sondern universale Geltung besitzen: die raumzeitliche, die formalisierende und die erlebbare. Erst in diesem überordnungsfreien Gefüge wird verständlich, warum eine Wissenschaft der erlebbaren Zusammenhänge nicht nur möglich, sondern folgerichtig ist. Der folgende Text zeigt, von ...