Donnerstag, 30. Oktober 2014

Das gewaltig gewachsene sprachbildliche Differenzierungspotenzial


Obertöne als Gleichnis

Als man in der Musik die Obertöne entdeckte, nahm die Möglichkeit, individuelle Tonklänge zu bilden, schier unbegrenzt zu. Warum? Weil von da an auf alle Töne verschiedene Obertöne zur Ton-Farbgestaltung "draufgesetzt" werden konnten. 


In der sprachbildlichen Welt 

gab es in der neueren Zeit eine ähnliche Entdeckung - allerdings noch kaum in Gänze erkannt: Hier treten an die Stelle der Obertöne die *wechselnden Kontexte*, so dass die sprachlichen Bilder jedes mal, etwas anderes bedeuten. In der sprachbildlichen Welt entsteht dadurch ein sich sprunghaft vergrößerndes methodisches Differenzierungspotential.

Wie ein neuer Kontinent

Die sprachbildliche Welt ist auf diese Weise zu einer Art "Neuen Welt" (Amerika) geworden. Wahrscheinlich war es Sigmund Freud (Columbus), der den Weg hierhin gefunden hatte, auch wenn wie zufällig und erst mal ohne genauere Vorstellung von dem was am Ende tatsächlich daraus entstehen sollte.

Abschütteln des Kolonialen

Auf diesem neuen Terrain sollte es mit Blick auf die Zukunft gelten, alles "Koloniale" abzuschütteln und neue, vorbildhafte Formen der Organisation auszuprobieren. Und natürlich müsste hin zu diesem Kontinent auch eine gut funktionierende "Schiffahrtslinie" aufgebaut werden. :)

Autor: Werner Mikus

Bildquelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/28/Mitobertoenen.gif


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