Sonntag, 7. Juni 2015

Zum geschichtenhaften Wesen des Seelischen.

Teil 1

Wie ist das Seelische gebacken?
- alltäglich und in der wissenschaftlichen Rekonstruktion -


Ein Märchen erlaubt die Bedeutungsübertragung von jedem seiner Einzel-Elemente auf ein beliebiges, reales Einzelgeschehen in der Welt und macht so ein psychisches Ereignis daraus. Dieser Vorgang "bedient sich" dabei lediglich eines der verschiedenen Gesamtdeutungsmuster, die einander überlagernd in dem jeweiligen Märchen angelegt sind. Eine weitere Bedingung tritt allerdings noch hinzu - und die ist nicht ohne!: Soll die Übertragung von dem einzelnen Element auf das reale Ereignis gelingen, so muss das reale Einzel-Ereignis in der Lage sein, auch die restlichen Elemente des gewählten Gesamtdeutungsmusters mit zum Ausdruck zu bringen und zwar über sein Atmosphärisches

Der Begriff Märchen steht in der Formel, die ich hier gerade für "das Entstehen von Seelischen" verwende, stellvertretend für die geschichtenhafte Natur des Seelischen. Zusammen mit der elementhaften Natur desselben, dem Sprachbildlichen, macht sein geschichtenhaftes Wesen es erst möglich, das Seelische hinreichend versteh- und einschätzbar zu machen.

Mithilfe eines bestimmten Märchens (Frau Holle) werde ich im nachfolgenden Beitrag "Teil 2" auf die spannenden Fragen zur geschichtenhaften Natur des Seelischen im Genaueren eingehen.

Autor: Werner Mikus


Bildquelle: Strichzeichnung Werner Mikus

1 Kommentar:

  1. ...die Fortsetzung des Artikels braucht noch etwas Zeit. Vorher möchte ich noch über die Kontextoffenheit von sprachlichen Bildern etwas schreiben und wie damit umzugehen ist (als auch: wie wir damit abkürzend umgehen).
    W.M.

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